Änderung der Hämotherapie-Richtlinien durch BÄK

Im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut hat der Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) am 30. März 2007 die Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) in einigen Punkten modifiziert:

Unter anderem ...

(a) die Hospitation verkürzt sich von 4 auf 2 Wochen für die Qualifikation als Blutdepotleiter,

(b) die Anti-Hbc-Testung wurde als Freigabekriterium für Blutspenden aufgenommen,

(c) eine Blutgruppenbestimmung bzw. ein Antikörpersuchtest ist nicht mehr erst ab einer Transfusionswahrscheinlichkeit von 10% erforderlich, sondern immer dann, wenn eine Transfusion ernsthaft in Betracht kommt

(d) es wird neu vorgeschrieben, dass im Falle von Transfusionen im Notfall ohne Aufklärung des Patienten, eine nachträgliche Aufklärung zu einem späteren Zeitpunkt zwingend wird. Dafür muß im QS-Handbuch vorgeschrieben werden, wer für diese Aufklärung verantwortlich ist,

etc..

Den genauen Wortlaut der Änderungen finden Sie im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 23, S B 1486 oder unter diesem Link.